SwissLeaks

Status-Update SwissLeaks vom 24.5.2018

Wir arbeiten am Aufsetzen des SwissLeaks-Servers und an der Definition der Prozesse, wie die Arbeit an Eingaben funktionieren wird.

 

Über SwissLeaks

Der Baukartell-Skandal hat den Kanton Graubünden, aber auch die Restschweiz tüchtig durchgeschüttelt. Dank dem uneigennützigen Verhalten eines Whistleblowers wurde der Skandal überhaupt publik, nur dank Adam Quadroni konnten die Schuldigen identifiziert und 2018 endlich mit empfindlichen Strafen belegt werden. Adam Quadroni hat dafür einen hohen Preis bezahlt, er wurde geächtet, wie ein Terrorist von Spezialkommandos verhaftet, seine Familie zerbrach, kurz, seine Existenz wurde zerstört.

 

Das Schicksal von Adam Quadroni hat viele Menschen in der Schweiz, auch uns, stark berührt. Die Kampagnenorganisation Campax und der Chaos Computer Club Südostschweiz (CCC-SO) haben beschlossen, gemeinsam dafür zu sorgen, dass kein Whistleblower in der Schweiz in Zukunft kein ähnliches Schicksal erfahren muss.

 

Die Plattform SwissLeaks wird noch diesen Sommer online gehen und für alle Themen offenstehen, die einen Bezug zur Schweiz aufweisen.

 

Der CCC-SO wird dabei die technische Verantwortung für den sicheren Betrieb der Plattform übernehmen, Campax sichtet und bewertet die eingehenden Informationen, die auf SwissLeaks anonym eingegeben werden können. Darauf basierend wird entschieden, ob und wie eine Eingabe veröffentlicht oder weitergereicht wird. Campax kann über SwissLeaks mit dem Whistleblower zur Klärung oder Verifizierung von Fragen in Kontakt treten. Der Schutz der Identität von Whistleblowern geniesst dabei aber stets höchste Priorität.

 

Um den Aufbau und Betrieb von SwissLeaks zu finanzieren, läuft derzeit eine Crowdfunding-Aktion, mit dem Ziel, CHF 30’000.- zusammenzubringen und so das erste Betriebsjahr vorab finanziell zu sichern.

 

“SwissLeaks ist dafür da, dass der nächste Adam Quadroni weiss, wohin er sich wenden kann, wenn alle normalen Ansätze scheitern” sagt Andreas Freimüller, Präsident von Campax. “Unsere Möglichkeiten, viele Tausend Menschen über Missstände informieren und zum Handeln auffordern zu können, dürften es in Zukunft fast unmöglich machen, Skandale wie den im Kanton Graubünden, einfach auszusitzen”

 

Zugang zu SwissLeaks

SwissLeaks ist nur über einen TOR Browser und nicht direkt über diese Website zugänglich. Lade Dir den TOR Browser auf der Website des TOR-Projektes herunter. Aber auch ein TOR-Browser ist nur sicher, wenn Du Dich an eine Reihe von Regeln hältst.

 

Du kannst SwissLeaks mit einer Spende unterstützen oder indem Du Dich als Freiwilliger meldest.

 

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