No Billag Befürworter dreht durch

3 Mär 18
Andreas Freimüller

Gestern hat ein No Billag Befürworter mit krassen Worten Gegner von NoBillag bedroht. Die Drohungen wurden zur Anzeige gebracht. Das war No-Go-Territory!

Mit diesem und anderen Posts hat ein ein Facebook-Nutzer aus der Schweiz Nein-Stimmende gestern und vorgestern bedroht.

Der Nutzer hat dabei auch geäussert: "zum Glück weiss ich nöd, wo Du wohnst, oder vielleicht schon?"

Weil der Nutzer selber mit Waffen auf Facebook posiert hat und Menschen mit Erschiessung gedroht hat, war für uns die Sache klar. Dies muss zur Anzeige gebracht werden. Gerade die jüngere Vergangenheit hat gezeigt, dass Drohungen dieser Art zwingend ernst genommen werden müssen und dass die Polizei darauf reagieren muss. 

Die Anzeige wurde gestern mittag bei der Stadtpolizei Zürich erstattet und die Ermittlungen laufen nun.

Ich weiss, dass bei politischen Auseinandersetzungen manchmal die Emotionen hoch gehen und setze mich selber auch stark für Anliegen ein, die mir wichtig sind. Mit gewalttätigen Drohungen wird allerdings die für Campax geltende rote Linie massiv übeschritten. Egal worum es geht, Campax wird solche und ähnliche Äusserungen niemals akzeptieren oder dulden. Sie haben einfach keinen Platz in einer zivilisierten Gesellschaft. Ich bin auch der Meinung, dass Menschen, die solche Äusserungen von sich geben, keine Waffen besitzen dürfen. Ich denke, der rechtliche Rahmen um dies durchzusetzen ist heute durchaus gegeben und habe dementsprechend hohe Erwartungen an den Vollzug.

Vereinzelt geäusserte Kritik, dass eine Anzeige in einem solchen Fall übertrieben wäre, weise ich entschieden zurück. Es ist zuviel passiert, zu oft wurden Warnsignale ignoriert, wurde nach Hinweisen nicht entschlossen gehandelt. Drohungen im Netz nicht einfach hinzunehmen ist auch wichtig, um damit ein Zeichen zu setzen. Durch die mediale Aufmerksamkeit, die dieser Fall mittlerweile erhielt, soll auch jeder Nutzer, jede Nutzerin im Internet wissen: auch Worte können Folgen haben und zwar nicht zu knapp. Das hilft hoffentlich mit, dass sich viele in künftigen Online-Auseinandersetzungen dreimal überlegen, verbal zur Waffe zu greifen.

 

 

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