Was war denn das?

3 Sep 19

Es ist unglaublich: In nur einer Woche haben wir über 64'000 Unterschriften gegen das Mercosur-Freihandelsabkommen gesammelt. So viel und so schnell wie noch nie! Gestern Nachmittag haben wir zusammen mit ganz vielen Unterstützer*innen unsere Petition in Bern übergeben.

Petitionsübergabe 'Kein Schweizer Freihandelsabkommen mit Amazonas-Zerstörer Bolsonaro!'
© Ben Zumbühl/Campax

Die Schweiz und Brasilien - das beschäftigt unsere Gemeinschaft nicht erst seit gestern: Schon beim Besuch von Brasiliens rechtsaussen Präsident Bolsonaro beim WEF in Davos hat Campax mobil gemacht und gegen Bundespräsident Ueli Maurers Charmeoffensive protestiert.

Unter der Regierung Bolsonaro werden die grössten Regenwälder der Welt im Amazonasbecken rücksichtsloser vernichtet als je zuvor. Die grüne Lunge der Erde wird verkohlt, um die gerodeten Flächen für die Rinderzucht und den Sojaanbau zu missbrauchen. Eine Katastrophe für das Weltklima. Durch das Mercosur-Freihandelsabkommen wird die Brandrodung des Urwaldes noch beschleunigt: Es holt billiges Rindfleisch und Soja zu uns in die Schweiz.

Da ist es ein höchst willkommenes Zeichen der Hoffnung, dass jetzt so viele Schweizer*innen wie nie zuvor ihre Stimme erheben und die Politik herausfordern. Über 64'000 Bürger*innen haben gegen das Mercosur-Freihandelsabkommen mit der Schweiz unterschrieben - das sind weit mehr Unterschriften als nötig wären, um ein allfälliges Referendum zum Mercosur-Freihandelsabkommen zu ergreifen. Klar ist, dass Bundesrat und Parlament diesen Wink mit dem Zaunpfahl nicht übersehen können.

Wir haben gezeigt, dass wir was Grosses stemmen können, um einen wichtigen und konkreten Beitrag für den Klimaschutz zu leisten. Diesen Schub wollen wir auch für die Eidgenössischen Wahlen mitnehmen: Die Wahlen sind fundamental wichtig, um mitzubestimmen, wie es in der Schweiz in Zukunft laufen wird. Campax setzt alles daran, damit das nächste Parlament richtig besetzt wird, um Fortschritte bei den Themen Klima, soziale Gerechtigkeit, Gleichstellung & Waffenexporte zu machen.

Es braucht unser gemeinsames Engagement mehr denn je, um einen zivilgesellschaftlichen Gegenpol zu den Grosskonzernen und Multi-Millionären zu schaffen, welche zurzeit massgeblich die politische Agenda bestimmen.

Um im nächsten Jahr noch deutlich besser Kampagnen führen zu können, bauen wir unsere Datenbank und Websites komplett um. Mit zusätzlichen Campaigner*innen wollen wir weiterhin agil aber noch fundierter als bisher arbeiten können. 

Das sind grosse Ziele. Es wird viel Durchhaltevermögen brauchen, um unsere Pläne umzusetzen. Kannst Du Campax dabei mit einer monatlichen Spende unterstützen?

 

 

 

© Chris Völkle/Campax