Schulter an Schulter mit Wissenschaft und Politik

26 Jul 19
Gion Gianelli

Gestern haben wir der Credit Suisse auf dem Paradeplatz eine dicke Rechnung überreicht!

Alleine 2017 ermöglichte die Grossbank Finanzierungen von Emissionen, die zusammen 1,8 Milliarden Franken an Kosten für die Allgemeinheit verursachen.

Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren: Das ist vor allem auch beim Thema Energie der Fall.

Noch zu wenig Menschen ist bekannt, dass die klimaschädlichen Geschäfte der Credit Suisse derart hohe Kosten verursachen.

Hilf mit, das zu ändern! Schau Dir das Video unserer Aktion an und teile es.

Rechnung an die Credit Suisse from Campax on Vimeo.

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Darum ist Dein Engagement wichtig

 

Doppelt so viel CO2 wie die ganze Schweiz finanzieren die Credit Suisse und die UBS jährlich. Zusammen mit Vertreter*innen der Wissenschaft, der Politik, der Klimaktivist*innen und der Gesellschaft haben wir gestern klar und deutlich gefordert: Wir wollen, dass der Schweizer Finanzplatz seiner Verantwortung nachkommt und keine Finanzierungen von fossile Energien mehr ermöglicht! 

Als Vertreterin der Wissenschaft erklärte Prof. Dr. Irmi Seidl von der Universität Zürich: «Es ist völlig unnötig, dass die Banken weiterhin in fossile Energien investieren. Die Credit Suisse kompensiert ihre Büro- und Flugemissionen, verursacht aber durch ihre Investitionen etwa ein 600 faches an CO2

Auch vier mutige Klima-Aktivist*innen waren bei unserer Aktion dabei. Sie haben eine Verhaftung & Bestrafung in Kauf genommen, um auf die klimavernichtenden Geschäftspraktiken der Grossbanken aufmerksam zu machen.

Die Nationalrätin Mattea Meyer (SP) und die Zürcher Kantonsrätin Jasmin Pokerschnig (Grüne) betonten die Dringlichkeit, dass nun verbindliche Richtlinien anstelle von leeren Worten folgen müssen.

Gemeinsam mit den Klimastreikenden, weiteren Aktivist*innen, anderen Organisationen und ganz normalen Bürger*innen erhöhen wir den Druck auf die Banken, die die Klimaerhitzung rücksichtslos weiter befeuern.
Über 2000 Menschen haben in den letzten zwei Wochen über ACT – der Petitionsplattform von Campax – eine Email an den CEO der Credit Suisse geschrieben und ihn zum Handeln aufgefordert.
Gewaltfreier zivilier Ungehorsam ist legitim, wenn Politik & Unternehmen ihrer Klima-Verantwortung nicht nachkommen. Das hat die breite Solidaritätswelle für die Klima-Aktivist*innen gezeigt, die Bankeneingängen blockiert haben: Rund 7000 Menschen haben unseren Eil-Appell unterzeichnet und über 600 Personen haben zusammen knapp 40'000.- Franken für die Begleichung ihre hohen Strafbefehle gespendet.

 

Übrigens

Die Credit Suisse hat sich geweigert, die Rechnung von 1,8 Milliarden Franken entgegenzunehmen. Aber im Herbst sind Wahlen: Wenn die Bevölkerung jene Politiker*innen wählt, denen der Klimanotstand nicht egal ist, können wir auch politisch mehr Druck auf den Finanzplatz ausüben.