Die Schweiz sagt #EleNão zu Bolsonaro

23 Jan 19

Aktivisten der Kampagnenorganisation Campax sprachen für ganz viele Schweizerinnen und Schweizer indem sie heute morgen mit einer spektakulären Banneraktion am weltbekannten Landwasserviadukt kurz und bündig: "#EleNão" - (er nicht) sagten. Die Aktion richtet sich gegen den Besuch des stramm rechts stehenden Präsidenten Brasiliens, Ex-Militär Jair Bolsonaro am WEF in Davos.

Die Schweiz sagt #EleNão zu Bolsonaro

Heute morgen um 11h30 entfalteten Aktivisten von Campax ein riesiges Banner am weltbekannten Landwasserviadukt bei Filisur.

Mit #EleNão, dem in Brasilien populären Hashtag des Widerstandes gegen Präsident Bolsonaro, solidarisiert sich Campax und viele Tausend SchweizerInnen und Schweizer mit dem Widerstand in Brasilien gegen Bolsonaro und seine menschen- und umweltfeindliche Politik. Im Vorfeld der Wahlen fiel Bolsonaro mit seiner Bewunderung für die Militärdiktatur, die Brasilien bis 1985 im Würgegriff hatte, sowie seinen despektierlichen Bemerkungen gegenüber Frauen, Farbigen und sexuellen Minderheiten auf. Und mit seiner ausbeuterischen Sicht auf den Amazonas: Statt den artenreichsten und grössten noch vorhandenen Regenwald zu schützen, will er ihn der Agrarindustrie, den Rohstofffirmen und den Holzfällern überlassen. Dies auf Kosten derjenigen Menschen, die ihn seit Jahrtausenden nachhaltig genutzt haben: Den Amazonasindigenen. Die Folgen seiner angepeilten Politik wären verheerend: Auslöschung wertvoller menschlicher Kulturen, unwiderbringliche Auslöschung einer Unzahl von Pflanzen- und Tierarten und – mit allenfalls gravierenden weltweiten Folgen bis in die Schweiz – massive Förderung des Klimawandels.

Innert weniger Tage haben über 15'000 Menschen die Petition "Amazonas-Regenwälder und indigene Völker schützen!" unterzeichnet. Die Petition ist an Bundesrat Ueli Maurer gerichtet und fordert diesen auf, beim Treffen mit Präsident Bolsonaro am WEF mit Nachdruck den Schutz des Amazonas und der indigenen Völker Brasiliens einzufordern.

"Über Freihandelsabkommen zu sprechen ist nicht genug" sagte Andreas Freimüller, Geschäftsführer von Campax heute morgen in Filisur. "Was nützen der Schweiz Freihandelsabkommen, wenn der Handelspartner wegen Menschenrechtsverletzungen oder Umweltverbrechen untragbar wird?".

Campax will Bundesrat Maurer die Petition persönlich am WEF in Davos übergeben.

Die Schweiz sagt #EleNão zu Bolsonaro

Die Schweiz sagt #EleNão zu Bolsonaro fast forward from Campax on Vimeo.

Video:

https://d.pr/v/dq7Dm3 Gecy Marty Protest Portugese

 

https://d.pr/v/cflKyF Statement german Andreas Freimueloler

 

https://d.pr/v/qM86hG drone footage short

 

https://d.pr/v/JKL3FQ pulling the banner up

 

https://d.pr/v/h5PqVV banner hanging steady short

 

https://d.pr/v/XuPVv3 statement andreas freimueller english

 

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