Campax lanciert Schweizer Whistleblower-Plattform SwissLeaks

Mittwoch, 23. Mai 2018
Andreas Freimüller

Der Baukartell-Skandal hat den Kanton Graubünden, aber auch die Restschweiz tüchtig durchgeschüttelt. Dank dem uneigennützigen Verhalten eines Whistleblowers wurde der Skandal überhaupt publik, nur dank Adam Quadroni konnten die Schuldigen identifiziert und 2018 endlich mit empfindlichen Strafen belegt werden. Campax hat beschlossen,  dafür zu sorgen, dass kein Whistleblower in der Schweiz in Zukunft ein ähnliches Schicksal erfahren muss.

Die Plattform SwissLeaks (swiss-leaks.net) wird noch diesen Sommer online gehen und für alle Themen offenstehen, die einen Bezug zur Schweiz aufweisen.

Adam Quadroni hat dafür einen hohen Preis bezahlt, er wurde geächtet, wie ein Terrorist von Spezialkommandos verhaftet, seine Familie zerbrach, kurz, seine Existenz wurde zerstört.

Das Schicksal von Adam Quadroni hat viele Menschen in der Schweiz, auch uns, stark berührt. Die Kampagnenorganisation Campax  hat beschlossen, dafür zu sorgen, dass kein Whistleblower in der Schweiz in Zukunft ein ähnliches Schicksal erfahren muss.

Die Plattform SwissLeaks (swiss-leaks.net) wird noch diesen Sommer online gehen und für alle Themen offenstehen, die einen Bezug zur Schweiz aufweisen.

Campax betreibt einerseits einen sicheren Webserver für die anonyme Eingabe und sichtet und bewertet die eingehenden Informationen, die darauf eingegeben werden. Darauf basierend wird entschieden, ob und wie eine Eingabe veröffentlicht oder weitergereicht wird. Campax kann über SwissLeaks mit dem Whistleblower zur Klärung oder Verifizierung von Fragen in Kontakt treten. Der Schutz der Identität von Whistleblowern geniesst dabei aber stets höchste Priorität.

Bei der Mitarbeit an der Prüfung der Eingaben kommt auch das Team der Campax-Volunteers zum Einsatz. Für diese anspruchsvolle Aufgabe können sich Interessierte ab heute online bewerben.

Um den Aufbau und Betrieb von SwissLeaks zu finanzieren, startet heute eine Crowdfunding-Aktion, mit dem Ziel, CHF 30’000.- zusammenzubringen und so das erste Betriebsjahr vorab finanziell zu sichern.

“SwissLeaks ist dafür da, dass der nächste Adam Quadroni weiss, wohin er sich wenden kann, wenn alle normalen Ansätze scheitern” sagt Andreas Freimüller, Präsident von Campax. “Unsere Möglichkeiten, viele Tausend Menschen über Missstände informieren und zum Handeln auffordern zu können, dürften es in Zukunft fast unmöglich machen, Skandale wie den im Kanton Graubünden, einfach auszusitzen”

“Nie wieder darf geschehen, was Adam Quadroni widerfahren ist, nie wieder darf eine Existenz eines Whistleblowers zerstört werden”, sagt Luzi Stadler, der technisch Verantwortliche von SwissLeaks. “Ganz nach dem Grundsatz der Hackerethik - Verbesserung der Welt durch das Verbreiten von Technologien - wollen wir zukünftig eine Whistleblower-Plattform betreiben und so unseren Teil zu einer besseren Welt beitragen.

Für mehr Informationen:

Andreas Freimüller, Campax, 079 251 38 35

Luzi Stadler, 079 635 73 76

 

Share buttons

Mitmachen