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Bloody unfair - runter mit der Tampon-Steuer!

Angelina

Die Periode ist kein Luxus!

Für Güter des täglichen Bedarfs gilt in der Schweiz der reduzierte Mehrwertsteuersatz von 2,5%. Zum „täglichen Bedarf“ gehören u.a. Brot, Wasser, Kaviar, Blumensträusse oder Katzenstreu. Nicht aber Tampons, Binden und Slipeinlagen. Das ist Bloody unfair - deshalb hat Campax 2018 die #Bloodyunfair Kampagne lanciert, mit der Forderung: runter mit der Tampon-Steuer! Die höhere Besteuerung von Frauen-Hygieneartikeln ist eine Diskriminierung der Frauen in der Schweiz!

Damenhygieneartikel, also Tampons, Binden und Slipeinlagen gehören nach dem Willen des Gesetzgebers nicht zum täglichen Bedarf und werden normal besteuert. Damit bezahlen Schweizer Frauen Extra-Steuern für Produkte, auf die sie unmöglich verzichten können! 

Länder wie Australien, Kanada, Irland, Indien, Kenia, Libanon, Nicaragua, Nigeria und Tansania haben Tampons und Binden ganz von der Mehrwertsteuer befreit, und die Europäische Union hat ihre diesbezüglichen Vorschriften gelockert, damit die Mitgliedstaaten für solche Produkte einen reduzierten Mehrwertsteuersatz einführen oder sie ganz von der Mehrwertsteuer befreien können. Deswegen scheint es geboten, dass die entsprechende Gesetzgebung auch in der Schweiz geändert wird. Die aktuell für Tampons, Binden und Slip-Einlagen geltenden Mehrwertsteuersätze benachteiligen Frauen stark.

Das ist Bloody unfair - deshalb: runter mit der Tampon-Steuer! Die höhere Besteuerung von Frauen-Hygieneartikeln ist eine Diskriminierung der Frauen in der Schweiz!

Am 12. Dezember 2018 hat Nationalrat Jacques-André Maire die Motion “Reduzierter Mehrwertsteuersatz für Damenhygieneartikel” (18.4205) eingereicht, um für mehr Gerechtigkeit zu sorgen. Ein ähnlicher Versuch wurde 2018 vom Parlament abgeschmettert. Mit unserer Petition stellte sich die Campax-Community hinter Nationalrat Maire und forderte: Runter mit der Tamponsteuer!

Der Petitionstext lautete:

Sehr geehrte Mitglieder der Vereinigten Bundesversammlung,

Die aktuelle Besteuerung von Frauen-Hygieneartikeln ist eine Diskriminierung der Frauen in der Schweiz! Unterstützen Sie die Motion 18.4205 von Nationalrat Jacques-André Maire und beenden Sie so die diskriminierende Besteuerung von weiblichen Hygieneprodukten. 

Am 20. Februar 2019 empfahl der Bundesrat diese Vorlage zur Annahme, was am 22. März im Nationalrat geschah. 

Am 14. Juni 2019 übergab Campax die Petition mit über 11'000 unterschriften. 

Silja Lüthi, Campax: 
“Im Ständerat sitzen vierzig Männer und sechs Frauen. Knapp 90% der Personen, die über unser Anliegen entscheiden dürfen, haben in ihrem Leben noch keinen Tag menstruiert. Wir sind hier, um dem Ständerat auf die Sprünge zu helfen: Über 11’000 Personen, der Bundesrat- und der Nationalrat wollen die Tampon-Steuer senken – der Männerclub darf sich darüber nicht hinwegsetzen!”